Die Ausstellung „Beyond Geometry“ in den Chemnitzer Kunstsammlungen am Theaterplatz widmet sich bis 29. Juni im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadtjahres 2025 zwei internationalen Architekten ihrer Zeit: dem in Siegmar, Chemnitz, geborenen Visionär Frei Otto (1925-2015) und dem japanischen Stararchitekten Kengo Kuma (*1954). Beide Baumeister eint ein offener, innovativer Ansatz, der Natur und Baukunst in Einklang bringt – ein Leitmotiv, das die Ausstellung anhand von Originalmodellen und Fotografien nachzeichnet. Anlässlich des 100. Geburtstags und zugleich 10. Todestages von Frei Otto würdigt die Schau nicht nur das bedeutende Werk des Chemnitzers, sondern auch den Genius Loci der Stadt.
Das Werk von Frei Otto, der Ende der 1960er unter anderem die Dachlandschaften des Olympiageländes in München entwarf, ist (zurecht) hinlänglich bekannt. Die Verbindung zu Kengo Kuma erscheint noch eher aufzuklären. Dessen Verbindung zur Natur zeige sich in der Wahl seiner Baustoffe. Mit Gebäuden und Gebilden aus Holz, Bambus, Erde oder Leinen suche er offene, demokratischere Alternativen zu monolithischen Fassaden und Betonkuben, heißt es in der Vorankündigung. Anhand von Materialstudien, Originalmodellen und Fotografien realisierter Bauten sollen die Gemeinsamkeiten der beiden für ihre Zeit prägenden Köpfe herausgestellt und ihr Schaffen als wegweisend für eine nachhaltige Architektur der Zukunft präsentiert werden. Die Vernissage ist am 2. April 2025 um 18.15 Uhr. (db, 2.4.25)
München, Olympiapark (Bild: Dominik Hayon, CC BY-SA 4.0)
