Ein offener Brief protestiert gegen den drohenden Abriss des Wohnkomplexes „Pyramide“ am Berliner Hafenplatz. Schon seit geraumer Zeit wird um die Zukunft des Wohnkomplexes gerungen. In einem offenen Brief an das zuständige Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg fordern nun fast 100 Institutionen, Initiativen und Expert:innen: „Kein Abriss der Pyramide am Hafenplatz – für ein Modellprojekt der Bauwende!“ Anlass dafür ist der Aktueller Anlass ist städtebauliche Rahmenplan für das Gebiet, den das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gerade für diesen Sommer fertigstellt. Darin soll das Bezirksamt den Erhalt der Pyramide festschreiben, so der Apell des offenen Briefs.
Denn eigentlich bietet die Pyramide so vieles, was genau an ihrem Standort gebraucht wird: mehr als 400 Wohnungen. Der von 1971 bis 1973 errichtete Bau entstand nach Entwürfen des Architekten Helmut Ollk. Damit sprechen für den Erhalt, die Sanierung und Neunutzung der Pyramide nicht allein soziale, sondern auch baukulturelle und ökologische Gründe. Warum sollte hier nicht ein Modellprojekt der Bauwende entstehen? Zu den Unterzeichnenden des offenen Briefs zählen die Architektenkammer Berlin, der BDA Berlin, der BUND Berlin, architects for future und viele andere Initiativen im Bereich des ökologischen Bauens. (kb, 29.3.25)

Berlin, „Pyramide“ am Hafenplatz (Bild: Gunnar Klack, CC BY 4.0, 2025)